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Vier Dutzend rothe Strümpfe ... Zur Rezeptionsgeschichte der Verkauften Braut von Bedřich Smetana in Wien am Ende des 19. Jahrhunderts
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Postgasse 7/4
Tel. +43-1-515 81/DW 3402-3406, +43-1-512 9050, Fax +43-1-515 81/DW 3400 http://verlag.oeaw.ac.at, e-mail: verlag@oeaw.ac.at |
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Vier Dutzend rothe Strümpfe ... Zur Rezeptionsgeschichte der Verkauften Braut von Bedřich Smetana in Wien am Ende des 19. Jahrhunderts
![]() 2004 475 Seiten Text + 40 Tafeln in SW und Farbe, 24x15cm, broschiert, Theatergeschichte Österreichs, Band III, Heft 4 € 59,-- Erscheinungstermin: April 2004 Vlasta Reittererová ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Masaryk-Universität in Brünn Hubert Reitterer ist Mitarbeiter des Instituts Österreichisches Biographisches Lexikon und biographische Dokumentation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Das Opernschaffen von Bedřich Smetana (1824–1884) und besonders die zweite seiner Opern, Prodaná nevĕsta (Die verkaufte Braut), haben nicht nur in der Entwicklung der tschechischen Musiktradition, sondern auch in der nationalen Entwicklung des Landes eine besondere Rolle gespielt. Prodaná nevĕsta ist zum Maßstab für alle nachfolgenden tschechischen Opern geworden und ihre Stilisierung zu einem Manifest der Nation hat schon zu Lebzeiten Smetanas eingesetzt. In diesem Kontext haben sich die Autoren der vorliegenden Publikation die Frage nach der übernationalen Wirkung und Rezeption der Oper gestellt: Was hat Die verkaufte Braut für Wien und darüber hinaus für die österreichisch-ungarische Monarchie bedeutet?
Denn es war die Haupt- und Residenzstadt Wien, in der diese Oper 1892 (noch in tschechischer Sprache) das erste Mal im deutschsprachigen Raum aufgeführt worden ist, es war wieder Wien, wo sie 1893 das erste Mal auf Deutsch gespielt wurde, und es war die Wiener Hofoper, von der aus sie 1896 ihren Weg auf alle Bühnen der Welt gefunden hat. – Die verkaufte Braut wurde als Manifest der tschechischen Nation in einer Zeit der nationalen Auseinandersetzungen zwischen Wien und Prag verstanden, andererseits aber als Chance einer übernationalen Verständigung rezipiert. Das spiegelt sich in den Akten der Wiener Hofoper ebenso wider wie in den Aufführungskritiken der Wiener Tages- und Fachpresse, die hier erstmals vorgelegt werden. Ein ausführlicher Anmerkungs- und Kommentarteil sowie detailgenaue Biographien der handelnden Personen unterstreichen die problemorientierte Vorgangsweise der Autoren. Nicht zuletzt werden die Ergebnisse der tschechischsprachigen Forschung zum musik- und theatergeschichtlichen Umfeld der Verkauften Braut erstmals außerhalb ihres Entstehungslandes bekannt gemacht.
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