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Mykenische Opfergaben nach Aussage der Linear B-Texte
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Postgasse 7/4
Tel. +43-1-515 81/DW 3402-3406, +43-1-512 9050, Fax +43-1-515 81/DW 3400 http://verlag.oeaw.ac.at, e-mail: verlag@oeaw.ac.at |
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Online Edition
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Mykenische Opfergaben nach Aussage der Linear B-Texte
![]() Print Edition ISBN 978-3-7001-3489-3 Print Edition ISBN 978-3-7001-3559-3 Online Edition Denkschriften der phil.-hist. Klasse 330
Veröffentlichungen der Mykenischen Kommission 22 2005, 262 Seiten, 29,7x21cm, broschiert € 74,80 Jörg WEILHARTNER ist Lektor am Institut für Archäologie der Universität Salzburg Zum Opfer in der griechischen Bronzezeit:
Das Darbringen von Opfergaben war im antiken Griechenland ein derart selbstverständlicher,
alltäglicher und allgegenwärtiger Vorgang, dass er zum Inbegriff der heiligen Handlung geworden
und schlicht als „(Heiliges) tun“ bezeichnet worden ist. Während die
Griechen entsprechend ihrer Überlieferung der Ansicht waren, dass ursprünglich keine Tiere
geopfert, sondern ausschließlich unblutige Gaben dargebracht wurden,
scheint sich das ritualisierte Schlachten von Tieren mit nachfolgender Fleischmahlzeit historisch
bis auf die Situation des Menschen vor Erfindung des Ackerbaues zurückführen zu
lassen. Wie paläolithische Funde von an geheiligten Orten deponierten Knochen und Schädeln
nahe legen, liegt dieser Praxis ein bereits vom altsteinzeitlichen Jäger empfundenes
Schuldgefühl dem getöteten Tier gegenüber zugrunde. Um die Verletzung der naturgegebenen
Ordnung infolge des Tabubruchs der Tiertötung zu vermeiden, wird die Schlachtung
rituell, d.h. als Opfer, vollzogen und das Sammeln von Knochen nach der Mahlzeit als Versuch
einer Restitution durchgeführt. Somit ist „das Opfer als Todesbegegnung, als Tötungshandlung,
die doch den Fortbestand des Lebens verbürgt, aus der Existenzform des paläolithischen
Jägers herausgewachsen“. |
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In den Medien:
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