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Die "böse Alte" in der japanischen Populärkultur der Edo-Zeit Die Feindvalenz und ihr soziales Umfeld
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Postgasse 7/4
Tel. +43-1-515 81/DW 3402-3406, +43-1-512 9050, Fax +43-1-515 81/DW 3400 http://verlag.oeaw.ac.at, e-mail: verlag@oeaw.ac.at |
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Online Edition
Table of Contents ![]() |
Die "böse Alte" in der japanischen Populärkultur der Edo-Zeit Die Feindvalenz und ihr soziales Umfeld
![]() ISBN 978-3-7001-3546-3 Print Edition ISBN 978-3-7001-3565-4 Online Edition Beiträge zur Kultur- und Geistesgeschichte Asiens Band 47
Sitzungsberichte der phil.-hist. Klasse Band 727 2005 566 Seiten mit zahlreichen Abb. und 18 Farbtafeln, 24x15cm, broschiert € 66,40 Susanne Formanek ist Mitarbeiterin des Instituts für Kultur- und Geistesgeschichte Asiens der ÖAW Seit der Mitte des 18. Jh.s ist die städtische Bürgerschicht Japans Trägerin einer stark kommerzialisierten Populärkultur, zu der die vielfach verschränkten Genres des Kabuki-Theaters, der Farbholzschnitte (ukiyoe) und der reich illustrierten Romanheftchen (kusazōshi) zählen. Untersuchungen zu den Inhalten dieser teils weltberühmten kulturellen Produktion bleiben jedoch zumal in westlichen Sprachen eine Seltenheit. Dabei bildet sie, wie Trivialliteratur allgemein, ein weites Feld mentalitätsgeschichtlicher Interpretation, indem sie den Rezipienten, wenn auch fantastisch-überhöhte, Projektionsflächen für real bestehende Wünsche und Ängste anbietet. Die durch 56 Farb- und 109 Schwarzweißabbildungen unterstützte Analyse der in vielen dieser Werke anzutreffenden Feindvalenz der „bösen alten Frau“ zeigt auf, dass das weibliche Alter offenbar erhebliche Ängste auslöste, den heute vorherrschenden Bildern eines für Japan typischen lächelnden, von der Familie warm umsorgten Alters, zum Trotz. Im Zuge einer erheblichen Alterung der Gesellschaft war Alter in der späteren Edo-Zeit (ca. 1750–1868) zu einem sozialen Problem geworden, das bewusst aufgrund demographischer und anderer Faktoren vor allem an der alten Mutter wahrgenommen wurde.
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In den Medien:
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