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Die Österreichische Akademie der Wissenschaften Das Haus und seine Geschichte
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Postgasse 7/4
Tel. +43-1-515 81/DW 3402-3406, +43-1-512 9050, Fax +43-1-515 81/DW 3400 http://verlag.oeaw.ac.at, e-mail: verlag@oeaw.ac.at |
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Online Edition
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Die Österreichische Akademie der Wissenschaften Das Haus und seine Geschichte
![]() ISBN 978-3-7001-3875-4 Print Edition 2007, 64 Seiten, zahlr. SW- und Farbabb., 28x23cm, broschiert € 9,50 Herbert Karner ist Mitarbeiter an der Komm. für Kunstgeschichte der ÖAW und Lehrbeauftragter an der Uni Wien Artur Rosenauer ist Obmann der Komm. für Kunstgeschichte der ÖAW und Ordinarius für Kunstgeschichte an der Uni Wien Werner Telesko ist Mitarbeiter an der Komm. für Kunstgeschichte der ÖAW und Dozent am Institut für Kunstgeschichte der Uni Wien Der für die Unterbringung der Wiener Universität bestimmte Bau wurde 1753/1755 nach dem Entwurf des aus Lothringen stammenden Architekten Jean Nicolas Jadot errichtet. Die feierliche Eröffnung durch Kaiser Franz I. Stephan und Maria Theresia fand im April 1756 statt. Im Jahr 1857 wurde das Gebäude der 1847 von Kaiser Ferdinand I. gegründeten Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften – seit 1945 Österreichische Akademie der Wissenschaften – übergeben. Der Bauplatz für die neue Universitätsaula war nicht zufällig gewählt, befindet er sich doch in jenem Stadtviertel, in dem seit dem späten 14. Jahrhundert die Gebäude der Universität angesiedelt waren. Die urbanistischen Vorgaben und die schmale Baufläche verlangten eine ungewöhnliche Disposition dieser „Neuen Aula“. Die zum Platz hin ausgerichtete Schmalseite musste durch die Hauptfassade hervorgehoben werden. Mit ihr war eine neue Schauwand mit der bislang dominanten Front der Universitätskirche der Jesuiten in Konkurrenz getreten, was eine Neuordnung des optischen Bezugssystems des Platzraums zur Folge hatte. Die solcherart erreichte Schwächung des sakralen Kontextes des Platzes entspricht symbolhaft der durch den Bau der „Neuen Aula“ manifesten Neuorganisation der Universitätslehre, die in sukzessiven Schritten bis 1759 der „Gesellschaft Jesu“ entzogen worden ist.
Stand am Beginn die leitende Vorstellung, im Neubau womöglich für alle Professoren der juridischen und medizinischen Fakultät Wohnungen einzurichten, so kann dies unter dem Gesichtspunkt gesehen werden, die von der Universitätsreform besonders betroffenen praxisnahen Fakultäten (Medizin und Jurisprudenz) zu bevorzugen. Treibende Kraft hinter der zügigen Realisierung des Baues war der Protektor der Wiener Universität, Erzbischof Johann Joseph Graf Trautson, dem Maria Theresia im März 1753 sämtliche Bauagenden übertragen hatte. Spätestens ab Februar 1754 wurde die Zusammenfassung der vier Fakultäten im Neubau zum Programm erhoben und damit die Zusammengehörigkeit der akademischen Disziplinen betont – ein Gesichtspunkt, dem in überzeugender Weise auch das Konzept zur malerischen Ausstattung des Festsaals (Gregorio Guglielmi, 1755) Rechnung trägt. Soweit heute aus den Schrift- und Bildquellen erschlossen werden kann, ist die Errichtung des neuen Universitäts- |
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