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Evaluation of selected indigenous and exotic tree and shrub species for soil fertility improvement and fodder production in the Highland areas of western Shewa, Ethiopia
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Postgasse 7/4
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Online Edition
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Evaluation of selected indigenous and exotic tree and shrub species for soil fertility improvement and fodder production in the Highland areas of western Shewa, Ethiopia ![]() ISBN 978-3-7001-3975-1 Online Edition 2007 Kindu Mekonnen Tegegne ist Mitarbeiter an der Universität für Bodenkultur Ausgewählte Baum- und Straucharten wurden auf drei Standorten im Hochland der West
Shewa Zone, Äthiopien, auf ihre Fähigkeit zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit sowie
Futterproduktion hin untersucht. Unter den analysierten einheimischen Spezies waren
Acacia abyssinica, Buddleja polystachya, Cordia africana, Dombeya torrida, Hagenia
abyssinica und Senecio gigas. Nicht heimische Arten umfassten Acacia decurrens, A.
melanoxlon, A. mearnsii, A. saligna, Chamaecytisus palmensis, C. proliferus, Eucalyptus
globulus, E. camaldulensis, Grevillea robusta und Sesbania sesban. Bodenproben aus
verschiedenen Tiefen und unterschiedlichem Abstamm zur untersuchten Pflanze wurden auf
pH-Wert, organischen Kohlenstoff, Gesamtstickstoff, verfügbaren Phosphor, austauschbare
Basen und verschiedene Mikronährstoffe untersucht. Proben der oberirdischen Biomasse
der untersuchten Pflanzen wurden auf Makronährstoffe, Mikronährstoffe und
Futternährstoffparameter, sowie andere Indikatoren für die Qualität der grünen Biomasse
analysiert. In Luvisol Gebieten (> 2900 m ü.d.M.) war der Stickstoffgehalt der Blätter von B.
polystachya, D. torrida, H. abyssinica und S. gigas vergleichbar mit dem von C. palmensis.
Der Phosphorgehalt in den Blättern, Blütenknospen und Stielen von C. palmensis war
vergleichsweise niedrig gegenüber dem von B. polystachya, D. torrida, H. abyssinica und S.
gigas. Ein höherer Kaliumgehalt in Blättern, Blütenknospen und Stielen wurde in S. gigas
gefunden. Den niedrigsten Anteil an löslichem Phenol in den Blättern und Knospen zeigte C.
palmensis. Die in vitro-Verdaulichkeit der Trockenmasse der Blätter und Knospen von H.
abyssinica und C. palmensis war befriedigend. Der Oberboden von 0-15 cm unter H.
abyssinica, S. gigas, C. palmensis und D. torrida wies ähnliche Kohlenstoff- und
Gesamtstickstoffgehalte auf. Im Vergleich zu den anderen Arten hatte der Boden im Bereich
0-15 cm unterhalb H. abyssinica und S. gigas einen hohen Anteil an austauschbarem
Kalium, sowohl im Abstand von 75, als auch 150 und 225 cm vom Baum. Die Anteile an
organischem Kohlenstoff, Gesamtstickstoff, verfügbarem Phosphor, austauschbarem
Kalium, Kalzium und Magnesium zeigten ein abfallendes Muster von 0-15 cm bis 30-50 cm
Tiefe und von 75 bis 150 und 225 cm horizontale Entfernung vom Baum. In Vertisol Gebieten
(2200 m ü.d.M.) hatten A. decurrens, A. mearnsii und E. globulus 64 Monate nach der
Pflanzung im Vergleich mit A. abyssinica, A. melanoxlon, C. africana, A. saligna und S.
sesban die höchsten Wachstumsraten erreicht,. Acacia mearnsii und A. saligna hatten 40
bzw. 64 Monate nach der Pflanzung einen hohen Anteil an Biomasse produziert. Nach 12
bzw. 40 Monaten war in den Blättern und Stielen von Sesbania sesban hohe Gehalte an N
und P zu finden. Der Gesamtstickstoffgehalt im Boden war unter A. abyssinica, A. saligna
und S. sesban 40 Monate nach der Pflanzung leicht angestiegen gegenüber dem Wert von
9
12 Monaten nach der Pflanzung. In Nitisol Gebieten (2400 m ü.d.M.) zeigte G. robusta im
Vergleich zu A. decurrens, C. palmensis, C. proliferus, E. globulus und E. camaldulensis eine
niedrige Wachstumsrate und Holzproduktion. Acacia decurrens lieferte nach 64 Monaten den
höchsten Anteil an Trockenbiomasse. Der N-Gehalt in den Blättern von A. decurrens, C.
palmensis und C. proliferus war deutlich höher als der von H. abyssinica, G. robusta, E.
globulus und E. camaldulensis. Hagenia abyssinica hatte einen höheren K-Gehalt in Blättern
und Holz. Eucalyptus-Arten neigen dazu die Bodenfruchtbarkeit zu erschöpfen, während C.
palmensis und C. proliferus sie verbessern. Die Blätter und Blütenknospen von H.
abyssinica, B. polystachya, D. torrida und C. palmensis können im Rahmen eines
angemessenen Futtermanagement-Programms als Futterquellen genutzt werden. Hagenia
abyssinica, S. gigas und C. palmensis können eine wichtige Rolle für das
Bodenmanagement in den landwirtschaftlich genutzten Hochlandgebieten spielen, wo
Bodenerosion und Nährstoffraubbau kritische Probleme darstellen. Hinsichtlich
Biomasseproduktion sind Acacia mearnsii und A. saligna auf Vertisolböden die überlegenen
Baumarten, wobei Chamaecytisus-Arten und A. decurrens kurzfristige Alternativen zur
Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit in Nitisol-Gebieten darstellen und auch als
Brennholzlieferanten dienen können.
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