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Die ersten Infektions- oder Pest-Ordnungen in den österreichischen Erblanden, im Fürstlichen Erzstift
Salzburg und im Innviertel im 16. Jahrhundert
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Postgasse 7/4
Tel. +43-1-515 81/DW 3402-3406, +43-1-512 9050, Fax +43-1-515 81/DW 3400 http://verlag.oeaw.ac.at, e-mail: verlag@oeaw.ac.at |
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Online Edition
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Die ersten Infektions- oder Pest-Ordnungen in den österreichischen Erblanden, im Fürstlichen Erzstift
Salzburg und im Innviertel im 16. Jahrhundert ![]() ISBN 978-3-7001-6064-9 Print Edition ISBN 978-3-7001-6143-1 Online Edition Veröffentlichungen der Kommission für Geschichte der Naturwissenschaften, Mathematik und Medizin 58
2008, 80 Seiten, 34 Farb- und SW-Abb., 29,7x21cm, broschiert € 35,– Heinz Flamm ist Professor für Medizin und ehemaliger Vorstand des Hygiene-Instituts der Universität Wien
Alle in den einschlägigen Archiven Österreichs, Südtirols, der österreichischen Vorlande (Schwaben, Elsass), Sloweniens, Ungarns und Bayerns auffindbaren Infektions-Ordnungen und -Mandate des 16. Jahrhunderts wurden bearbeitet und komplett angeführt. Die ersten nachweisbaren Infektions-Ordnungen in den genannten Bereichen erschienen in Graz 1521, Sterzing für Innsbruck 1534 und Wien 1540 sowie für das Fürstliche Erzstift Salzburg 1547 und das damals bayerische Innviertel 1585.
Als Ursachen für das Auftreten der Pest wurden oft der gerechte Zorn Gottes angeführt, immer aber „der“ böse giftige Luft, Nahrungsmittel, die in dieser Luft wachsen, Erdbeben, meteorische Ereignisse und mit der Pest behaftete Menschen. Dem entsprechend wurden religiöse Handlungen meist an erster Stelle empfohlen, dann aber Maßnahmen zur Luftverbesserung und sorgfältige Auswahl der Ernährung. Der Vermeidung des Kontaktes mit infizierten Menschen diente die Flucht der Gesunden und die Isolierung der Kranken in den Häusern, wozu die Bestellung von Ordinatoren, Ärzten, Aderlassern, Zuträgern, Auswärtern, Priestern und Totengräbern sowie die Aufnahme der Kranken in Bruderhäuser und Lazarette und das Verbot von Menschenansammlungen dienten.
Auffallend ist, dass in den Infektions-Ordnungen und -Mandaten des 16. Jahrhunderts noch sehr viele mittelhochdeutsche Worte verwendet wurden, die in einem umfäglichen Glossarium mit Literaturangaben erklärt werden.
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In den Medien:
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