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Materialien zur Geschichte der Rāmānuja-Schule IX Der Ātmā als Subjekt in der Theologie Rāmānujas
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Postgasse 7/4
Tel. +43-1-515 81/DW 3402-3406, +43-1-512 9050, Fax +43-1-515 81/DW 3400 http://verlag.oeaw.ac.at, e-mail: verlag@oeaw.ac.at |
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Online Edition
Table of Contents ![]() |
Materialien zur Geschichte der Rāmānuja-Schule IX Der Ātmā als Subjekt in der Theologie Rāmānujas
![]() ISBN 978-3-7001-6500-2 Print Edition ISBN 978-3-7001-6569-9 Online Edition Sitzungsberichte der phil.-hist. Klasse 778
Veröffentlichungen zu den Sprachen und Kulturen Südasiens 39 2008, 161 Seiten, 22,5x15cm, broschiert € 22,– Gerhard Oberhammer ist em. Professor für Indologie an der Universität Wien Dieser neunte Teil der „Materialien zur Geschichte der Rāmānuja-Schule" versucht Rāmānujas philosophisch-theologische Lehre vom Ātmā als geistigem Subjekt, die in seinem Werk verstreut und im Zusammenhang verschiedener Probleme zur Sprache kommt, erstmals systematisch zu erschließen. Es zeigt sich, dass Rāmānuja die unvollständig überlieferte philosophische Betrachtung des Ātmā, wie sie Yāmunamuni in seiner Ātmasiddhiḥ dargestellt hat, übernimmt, Ātmā aber durch die Einbindung in seine theologische Sicht des Brahma wesentlich als relationales Prinzip im Menschen versteht, das letztlich in religiös-spiritueller Sicht der „Ort“ möglicher Offenbarung und so menschlicher „Religion“ wird. Bemerkenswert ist, dass der Ātmā ontologisch eine relationale Einheit bildet, in der dank einer „ontologischen Differenz“ zwischen göttlichem und menschlichem Sein der Monismus vermieden wird. In einem zweiten Abschnitt, welcher der Rezeption von Rāmānujas philosophisch-theologischer Reflexion des menschlichen Subjekts gewidmet ist, wird Nārāyaṇāryas Kapitel über den Ātmā aus dessen Nītimālā (ca. 12. Jh.) sowie in Auswahl Meghanādārisūris Darstellung des Ātmā seines Nayadyumaṇiḥ übersetzt und kommentiert. Dabei zeigt sich ein Paradigmenwechsel der Darstellung, der sich dem Rückgriff auf Yāmunamunis Ātmasiddhiḥ verdankt: aus Rāmānujas philosophisch-theologischer Reflexion des Subjektes wurde ein scholastischer „Traktat von der Seele“.
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