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Die Iranische Moderne in der Bildenden Kunst: Der Bildhauer und Maler Parviz Tahavoli Werk und Bedeutung
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Postgasse 7/4
Tel. +43-1-515 81/DW 3402-3406, +43-1-512 9050, Fax +43-1-515 81/DW 3400 http://verlag.oeaw.ac.at, e-mail: verlag@oeaw.ac.at |
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Online Edition
Table of Contents ![]() |
Die Iranische Moderne in der Bildenden Kunst: Der Bildhauer und Maler Parviz Tahavoli Werk und Bedeutung
![]() ISBN 978-3-7001-6800-3 Print Edition ISBN 978-3-7001-7155-3 Online Edition Denkschriften der phil.-hist. Klasse 815
Veröffentlichungen zur Iranistik 58 2011, 400 Seiten, broschiert 22,5x15 cm € 46,40 Gisela FOCK ist freie Autorin in Kairo.
1958 trat der erst 21 Jahre alte
Parviz Tanavoli in Teheran mit der
ersten Einzelausstellung moderner
Kunst an die Öffentlichkeit.
Zur Überraschung der Ausstellungsbesucher
zeigte der Künstler
Tierassemblagen aus Altmetall und
semiabstrakte Keramiken zu Themen
des alltäglichen Lebens. Weder
Sujets noch Werkstoffe dieser Art
waren bisher in Irans Hauptstadt
als Kunst erklärt worden. Die anfänglich geäußerte Ablehnung
des Publikums wandelte sich in den folgenden Jahren
in Zustimmung, Anfang der 70er Jahre galt Tanavoli als einer
der bedeutendsten Künstler im Iran. Besonders gewürdigt
wurde er für seine beispielgebende Auseinandersetzung mit
der iranischen Folklore, die in die Entstehung des modernen
Kunststils „Saqqakhaneh“ mündete. Um Tanavoli und einige
andere iranischen Künstlern herum entstand Mitte der 60er
Jahre in Teheran eine lebendige Kunstszene mit Ausstellungsbetrieb
und mit zahlreichen Kulturmagazinen. Als Dozent,
zunächst am innovativen „College of Decorative Arts“, später
an der Akademie der schönen Künste der Universität Teheran,
fand seine freie, vom subjektiven Gedankengut geprägte
künstlerische Einstellung Verbreitung. Die Modernisierungsbestrebungen
des Regimes, zu deren Aushängeschild die
junge iranische Kunst wurde, gewährleistete Tanavoli freie
Entfaltung. Die Islamische Revolution jedoch belegte Tanavoli
mit Arbeits-und Ausstellungsverbot, das bis heute gültig ist.
Seit wenigen Jahren erfährt jedoch die iranische Moderne
im Ausland wieder Beachtung.
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Austrian Academy of Sciences Press
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