Frieberth (Friberth, Friebert, Freidberg), Brüder
Franz Carl: * 7.6.1736 Wullersdorf/NÖ, † 6.8.1816 Wien. Komponist, Sänger (Tenor) und Librettist. F. war ab 1.1.1759 im Dienst des Fürsten Esterházy, wo er zu den höchstbezahlten Sängern gehörte. J. Haydn schrieb zahlreiche Rollen für F. und seine Frau Maria Magdalena (geb. Spangler). F. adaptierte für Haydn zahlreiche Libretti (L’incontro improvviso, Lo speziale, Le pescatrici). 1776 trat F. aus der Kapelle Esterházys aus und wurde mit 29.11.1779 Regens chori der Wiener Jesuitenkirchen (Univ.skirche und Kirche am Hof) und als solcher Univ.s-Kapellmeister. Ab 1771 war F. Mitglied der Tonkünstler-Sozietät (1783–86 deren Sekretär).
P: Orden vom Goldenen Sporn 1796.
W: zahlreiche Messen, Motetten, Litaneien, geistliche Arien, Hymnen.


Johann Joseph: get. 5.12.1724 Gnadendorf/NÖ, † 6.8.1799 Passau/D. Komponist. Nach einer ersten Ausbildung durch den Vater war F. 1743–45 als Tenorist im Benediktinerstift Melk angestellt, wechselte aber 1745 nach Wien, um bei Hofkapellmeister G. Bonno zu studieren und in die Kapelle des Prinzen Joseph-Friedrich von Sachsen-Hildburghausen einzutreten (sang bei den UA.en von Chr. W. Glucks La danza und Le cinesi); 1755 Mitglied der Wiener Hoftheater. 1763–95 leitete F. die HMK des Fürstbischofs von Passau.
W: Singspiele und kleinere musikdramatische Werke, Oratorien, Symphonien.


Thomas OPraem (Anton Jakob): get. 13.5.1731 Wullersdorf/NÖ, † 2.10.1788 Geras/NÖ. Komponist und Geistlicher. Trat 1750 in das Stift Geras ein (1757 Priesterweihe) und war ab 1780 Kaplan in Blumau/NÖ; F. war Schüler von F. Tuma.
W: 17 geistliche Vokalwerke.
Lit: L. Vobruba/I. Fuchs in StMw 34 (1983); NGroveD 9 (2001); L. Vobruba, Carlo F. , Diss. Wien 1972; Th. Antonicek in G. Hamann et al. (Hg.), Das alte Univ.sviertel in Wien 1385–1985 , 1985; G. Schäffer, Das fürstbischöfliche Theater und königliche Theater zu Passau 1783–1883 , 1973; Freeman 1989; U. Tank, Studien zur Esterhazyschen Hofmusik 1620–1790 , 1981; A. J. Pfiffig in Unsere Heimat 21 (1950); MGG 4 (1955) u. 16 (1979); Erhart 1998; ÖBL 1 (1957); Czeike 2 (1993), K-R 1997; NGroveDO 2 (1992).


ETH  
[ Zuletzt aktualisiert: 2013/03/15 14:06:16 ]

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Quelle: Österreichisches Musiklexikon, Kommission für Musikforschung
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