Nováček, Brüder
Rudolf: * 7.4.1860 Weißkirchen (Fehertémplom)/Ungarn (Bela Crkva/SRB), † 12.8.1929 Prag. Militärkapellmeister und Komponist. Studierte am Wiener Konservatorium bei J. Hellmesberger d. J. sowie bei F. R. Volkmann in Budapest. Zunächst in der Militärkapelle des IR.s Nr. 11, folgte er K. Komzák als Militärkapellmeister beim IR Nr. 74 (1882–85) nach und wechselte dann in gleicher Eigenschaft zum IR Nr. 28 (1885–90). Danach leitete er das Musikinstitut seines Vaters in Temesvár (Timişoara/RO), 1929 kam er nach Prag. Als bedeutender Geiger und Dirigent erfolgreich, bereiste N. Rumänien, Bulgarien, die Niederlande und Belgien.
W: Märsche (Castaldo-Marsch), Suiten, Tänze.


Kar(e)l (Novacsek): * 12.7.1864 Weißkirchen, † 1929 (Ort?). Militärkapellmeister. Diente 1889–93 im IR Nr. 61 in Temesvár.
Ottokar Eugen: * 13.5.1866 Weißkirchen, † 3.2.1900 New York/USA. Violinist und Komponist. Erhielt ersten Unterricht von seinem Vater Martin Joseph N. (* 1834 [Ort?], † 1890 Temesvár?), studierte 1880–83 privat bei J. Dont in Wien sowie anschließend am Leipziger Konservatorium bei Henry Schradieck und Adolf Brodsky. N. wurde Mitglied des Leipziger Gewandhausorchesters und des Brodsky-Quartettes. Nach seiner Auswanderung in die USA (1890/91) spielte er im Boston Symphony Orchestra, im Orchester der New Yorker Metropolitan Opera und als Solo-Bratschist im New Yorker Damrosch Orchestra. 1899 musste er seine aktive Karriere aus gesundheitlichen Gründen beenden.
P: Mendelssohn-Preis Leipzig 1885.
W: Klavierkonzert, Perpetuum mobile für V. u. Orch., Kammermusik, Tänze, 6 Lieder.
Lit: NGroveD 18 (2001); Suppan 1994; G. Wichart in StMw 39 (1988); Lang 1986; Brixel/Martin/Pils 1982; ÖBL 7 (1978); MGG 9 (1961); F-A 1936; Riemann 1929 u. 1975.


ChF  
[ Zuletzt aktualisiert: 2014/05/19 20:45:06 ]

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Quelle: Österreichisches Musiklexikon, IKM, Abt. Musikwissenschaft
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