• Walter Gauss (Hrsg.)

FORSCHUNGEN IM BEREICH DES THEATERS VON AIGEIRA 2011 BIS 2018

AIGEIRA 3

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Walter GAUSS
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Zweigstelle Athen des Österreichischen Archäologischen Instituts der der ÖAW




ISBN 978-3-7001-8461-4 Print Edition
ISBN 978-3-7001-8979-4 Online Edition

doi: https://doi.org/10.1553/978OEAW84614
Arete Band 1 
2022,   496 Seiten, zahlr. Farb- und s/w-Abbildungen 29,7x21cm, broschiert, deutsch,

Diese Publikation ist lizenziert unter der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung 4.0: CC BY 4.0
€  249,00   
     

Die Terrasse um das Theater des antiken Aigeira zählt zu den interessantesten Bauensembles hellenistischer Zeit auf der Peloponnes. Ihre Erforschung ist einer der Schwerpunkte der langjährigen Tätigkeit des Österreichischen Archäologischen Instituts in Aigeira. Der von Walter Gauß herausgegebene Sammelband präsentiert sowohl Erkenntnisse zu den früheren Grabungen von Wilhelm Alzinger der 1970er und 1980er Jahre als auch neue Ergebnisse aus den unter der Leitung des Herausgebers zwischen 2011 und 2018 durchgeführten Forschungen in diesem Areal. Diskutiert werden Aspekte der Entwicklung und Ausstattung einzelner Gebäude sowie ausgewählter Gruppen von Kleinfunden, aber auch Fragen zur Funktion des Areals und seiner Bedeutung für das politische und religiöse Geschehen in Aigeira.

Veröffentlicht mit Unterstützung des Austrian Science Fund (FWF)

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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
Tel. +43-1-515 81/DW 3420, Fax +43-1-515 81/DW 3400
https://verlag.oeaw.ac.at, e-mail: verlag@oeaw.ac.at

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FORSCHUNGEN IM BEREICH DES THEATERS VON AIGEIRA 2011 BIS 2018


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Die ›Naiskoi‹ D und E im Theaterbereich von Aigeira

    Alexandra Tanner

FORSCHUNGEN IM BEREICH DES THEATERS VON AIGEIRA 2011 BIS 2018, pp. 183-202, 2022/04/28

AIGEIRA 3

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Abstract

Die beiden nördlich des Theaters von Aigeira nebeneinander gelegenen sog. Naiskoi D und E wurden hauptsächlich in den 1970er- und 1980er-Jahren durch das Österreichische Archäologische Institut ausgegraben, jedoch nur ansatzweise erforscht. Die architektonische Gestalt, Baugeschichte und Funktion des im Theaterbereich mehrfach vorkommenden Gebäudetyps ›Naiskos‹ und die Entstehung und Bedeutung der Gesamtanlage waren noch ungeklärt und sind Gegenstand der aktuellen Forschung. Eine neue, steingerechte Bauaufnahme der beiden Prostyloi, die von der hellenistischer bis in die römische Zeit in Benutzung standen, dient als Grundlage für die Bauuntersuchung. Bisher konnten neue Erkenntnisse zur relativen Bauaubfolge der beiden Bauten zueinander und in Bezug zum Theater gewonnen werden. Der ›Naiskos‹ E steht aufgrund der Verwendung der gleichen Maßeinheit wie beim Bühnenhaus in engerer Beziehung zum Theaterbau und wurde vor dem ›Naiskos‹ D erbaut; dieser Bau basiert nicht nur auf einem anderen Entwurfsmodul, sondern unterscheidet sich auch bautechnisch, typologisch und in seiner Ausstattung von seinem Nachbargebäude. Diese Beobachtungen weisen auf eine zeitliche Distanz in der Planung und Ausführung der beiden Bauten und womöglich auf unterschiedliche an dem Projekt beteiligte Personenkreise hin. Die Befunde zur Ausstattung des ›Naiskos‹ D legen zudem die Möglichkeit einer Mehrfachnutzung zumindest dieses Gebäudes nahe. Die Ursache für die unterschiedliche Gebäudetypologie und die damit verbundene Funktion scheint darauf zurückzuführen zu sein, dass sich die Anforderungen an die Architektur der beiden Bauten im Lauf der hellenistischen Zeit verändert haben. Dies weist auf einen möglichen Wandel der Gesamtanlage hin.