• Christine FRANK (Hg.)

Sprachkunst

Beiträge zur Literaturwissenschaft
Jahrgang LV/2024 1./2. Halbband

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Mit "Sprachkunst" ist der zentrale Gegenstand benannt, um den es in den literaturwissenschaftlichen Beiträgen der Zeitschrift geht. Eine Tradition der Philologie hat sich auf verschiedene Formen künstlerischer Sprachverwendung und auf poetologische Themen konzentriert. Das heutige Selbstverständnis der Zeitschrift geht davon aus, dass sich diese Tradition auf produktive Weise mit aktuellen Paradigmen moderner Literaturwissenschaft verbinden lässt, um textorientiert den kritischen Eigensinn von Literaturen zu analysieren. Die seit 1970 halbjährlich erscheinende Zeitschrift der Österreichischen Akademie der Wissenschaften setzt sich vor allem mit deutschsprachigen und europäischen Literaturen auseinander, Beiträge können auf Deutsch, Englisch und Französisch publiziert werden. Neben den literaturwissenschaftlichen Aufsätzen erscheinen Rezensionen von Fachliteratur, Forschungs- und Tagungsberichte sowie Verzeichnisse literaturwissenschaftlicher Dissertationen und Habilitationen an österreichischen Universitäten.

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Sprachkunst
ISSN 0038-8483
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ISSN 1727-6993
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ISBN 978-3-7001-5068-8
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ISBN 978-3-7001-5069-5
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FLUSSGANG UND SCHNEEGESTÖBER Robert Schindels Lyrik nach ‚Lyrik nach Auschwitz‘

    Christine Frank

Sprachkunst Jahrgang LV/2024 1./2. Halbband, pp. 93-118, 2025/07/30

Beiträge zur Literaturwissenschaft
Jahrgang LV/2024 1./2. Halbband

doi: 10.1553/spk55_s93

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doi:10.1553/spk55_s93


Abstract

Robert Schindel rechnet sich selbst der „Generation nach Celan“ zu. Dass dies nicht allein lebens-geschichtlich zu verstehen ist, wird an zwei Beispielen aus Schindels jüngstem Gedichtband 'Flussgang' (2023) gezeigt, in deren Zentrum Metaphern der Geschichte und des Totengedenkens stehen. Als Überlebender der Shoah setzt sich Schindel auf radikale Weise mit der jüdischen Katastrophe auseinander (so Ruth Klüger), bleibt dabei aber immer im Gespräch mit der Dich-tung Paul Celans. Schindels konsequente Bezugnahme auf dessen ‚Lyrik nach Auschwitz‘ begründet ein poetisches Verfahren, mit dem es Schindel gelingt, eine eigene Schreibweise von Lyrik nach ‚Lyrik nach Auschwitz‘ zu entwickeln.