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SprachkunstBeiträge zur Literaturwissenschaft
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Mit "Sprachkunst" ist der zentrale Gegenstand benannt, um den es in den literaturwissenschaftlichen Beiträgen der Zeitschrift geht. Eine Tradition der Philologie hat sich auf verschiedene Formen künstlerischer Sprachverwendung und auf poetologische Themen konzentriert. Das heutige Selbstverständnis der Zeitschrift geht davon aus, dass sich diese Tradition auf produktive Weise mit aktuellen Paradigmen moderner Literaturwissenschaft verbinden lässt, um textorientiert den kritischen Eigensinn von Literaturen zu analysieren. Die seit 1970 halbjährlich erscheinende Zeitschrift der Österreichischen Akademie der Wissenschaften setzt sich vor allem mit deutschsprachigen und europäischen Literaturen auseinander, Beiträge können auf Deutsch, Englisch und Französisch publiziert werden. Neben den literaturwissenschaftlichen Aufsätzen erscheinen Rezensionen von Fachliteratur, Forschungs- und Tagungsberichte sowie Verzeichnisse literaturwissenschaftlicher Dissertationen und Habilitationen an österreichischen Universitäten. |
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Sprachkunst Jahrgang LVI/2025, 2. Halbband, pp. 161-174, 2026/06/05
Beiträge zur Literaturwissenschaft
Jahrgang LVI/2025, 2. Halbband
Der Aufsatz plädiert für eine differenzierte Sicht auf Lukács’ Verhältnis zur Neuen Sachlichkeit. Als Ergänzung zu den oft zitierten negativen Stellungnahmen aus den 1930er-Jahren zitiert er insbesondere das im Aufsatz „Die Verdinglichung und das Bewusstsein des Proletariats“ (abgedruckt in ›Geschichte und Klassenbewusstsein‹, 1923) entwickelte Konzept der Verdinglichung. Die im Beitrag erarbeiteten Ergebnisse ermöglichen nicht nur ein vertieftes Verständnis von Lukács’ ›Geschichte und Klassenbewusstsein‹ (1923), sondern bieten auch eine Grundlage, die neusachliche Literatur – sowohl jene, die Lukács 1923 zur Verfügung stand, als auch die nach 1923 entstandene – analytisch zu erschließen.